Martins Welt

Carpe diem ... und die Welt gehört Dir!

Bereits mit 11 Jahren habe ich den „Duft“ des Wassersports auf der Hanse-Boot in Hamburg genossen. Mein Vater hatte sich für ein kleines Segelboot interessiert, besonders eine Neptun 22 hatte es ihm angetan. Sie bot damals viel Boot fürs Geld und die Prioritäten lagen weniger auf schnellem Segeln als viel mehr auf möglichst viel Stehhöhe auf kleinstem Raum.

Trotz der Begeisterung für das Hobby, die mein Vater und ich teilten, entschied der Familienrat mit deutlicher mütterlicher Gewichtung für ein weniger mobiles Domizil und investierte in ein Grundstück. So kam erst Mitte der Achtziger mein Vater zu seiner kleinen „Nussschale“, einer Norlin 560, die uns auf der Ostsee zu jeder Witterung alles abverlangte. Von nun an wurde auch ich begeisterter Segler und nutzte sowohl mit meinem Vater als auch alleine häufig das Boot. Auf diese Weise sammelte ich meine ersten seglerischen Erfahrungen.


1991-erstes-Boot

Im Laufe der Zeit änderten sich die eigenen Prioritäten. Nun wurden neben mehr Komfort an Board, Stehhöhe und Nasszelle, nunmehr ein Einbaudiesel und gute Segeleigenschaften nebst mehr Sicherheit für die heimischen Gewässer wichtig. Nach dem kurzen und schmerzlosen Verkauf der Norlin entschieden wir uns für eine niederländische Friendship 26. Sie vereinte alle Wünsche auf knapp über 8 Metern Länge und war vor allem preislich attraktiv. So wurde der Kauf ebenso kurz und schmerzlos besiegelt um die Yacht unverzüglich in den Heimathafen überführt.

Schon auf den ersten Seemeilen sollte mir die Freude jedoch so richtig vergehen, denn ein Sturm kam auf und blies uns mit 6 Windstärken von Vorne entgegen. Nachdem ich meiner Übelkeit so richtig freien Lauf gelassen hatte und auch mein Flehen doch das Boot sofort an Land zu fahren gehört aber unrealisiert blieb, freundete ich mich mit unserem neuen Schiff langsam an.


1998-Boot-Winterlager

Unschwer zu erkennen, dass sich die eigene Familie inzwischen vergrößert hatte. Drei Generationen segelten inzwischen miteinander. Mein Sohn war allerdings der einzige Begeisterte.

Es sollte vorerst das letzte eigene Schiff sein, denn durch berufliche Veränderung und die Entfernung zwischen neuer Wirkstätte und alter Heimat musste das Hobby vorerst zurücktreten. Das Boot wurde wenig später verkauft. Nun wird der Segelei nur noch mit Yachten von Freunden oder Charteryachten gefrönt.